Die Gewinner der Madsack Awards 2025 stehen fest: Die Preise, die von der Madsack Stiftung mit Sitz in Hannover vergeben wurden, gehen in diesem Jahr an Christian Valek, „Osterholzer Kreisblatt“/Osterholz-Scharmbeck („WESER-KURIER“, Bremen) und geteilt an zwei Rechercheteams um Johannes Kaufmann („Braunschweiger Zeitung“) beziehungsweise Katy Cuko („Südkurier“, Konstanz). Ein weiterer Award-Gewinner ist Adrian Kaske („Frankfurter Neue Presse“).
Die Awards sind mit je 5000 Euro dotiert und wurden von Stifterin Sylvia Madsack übergeben. In diesem Jahr hatten sich erstmals mehr als 50 Lokaljournalisten aus dem deutschen Sprachraum um die Awards beworben, die von der Stiftung seit 2023 vergeben werden. „Wir freuen uns über dieses sehr große Interesse und sind von der Qualität der journalistischen Arbeiten beeindruckt”, sagt Sylvia Madsack.
Christan Valek erhielt den Preis für eine engagierte Artikelserie zu Geschäften mit maroden Wohnungen in Osterholz-Scharmbeck (Niedersachsen).
Die Lokalredaktionen der „Braunschweiger Zeitung“ und des „Südkurier“ gewannen einen geteilten Award für ihre gleichermaßen hartnäckige wie lesernahe Berichterstattung über zum Teil skandalöse Zustände an den jeweiligen großen Kliniken in Braunschweig beziehungswiese Friedrichshafen am Bodensee.
Adrian Kaske, Volontär bei der „Frankfurter Neuen Presse“, erhielt einen Award für seine Serie „Armer reicher Taunus“, die einfühlsam und eindrucksvoll beschreibt, dass es Armut eben auch im traditionell gut situierten Frankfurter Speckgürtel gibt und wie man dort mit ihr leben kann oder muss.
Neben den Lokaljournalismus-Awards vergibt die Madsack Stiftung jährlich einen weiteren Award für ein wichtiges Sachbuch. Dieser Preis ging 2025 an den Autor und Dokumentarfilmer Stephan Lamby für sein Buch „Dennoch sprechen wir miteinander“. „Dennoch sprechen wir miteinander“ ist eine persönliche, aber stets professionelle Suche nach dem Unbehagen in der Demokratie, das so viele Menschen im Westen erfasst hat. Was lässt sie zu (Rechts-)radikalen werden? Stephan Lamby beschreibt ein Jahr intensiver Recherchen in den USA, Argentinien, Italien und Deutschland. Er führt Gespräche mit Politikern, Zeitzeugen und nicht zuletzt Familienangehörigen – beginnend mit einem Cousin, der 2021 am Sturm auf das Capitol in Washington beteiligt war. Der Autor wahrt dabei die unaufgeregte Form, die auch seine Filme auszeichnet. Statt Thesen aufzustellen oder schnell mit dem Begriff “Faschist” zu Hand zu sein, sammelt er Stimmen, kontextualisiert sie und arbeitet Unterschiede wie Parallelen in den Entwicklungen der einzelnen Länder heraus. So entsteht ein journalistisch-dokumentarisches Panorama zum Zustand unserer Demokratien – und ihrer Gefährdung.
Die Madsack Stiftung ist 2021 von Verlagserbin Sylvia Madsack ins Leben gerufen worden. Zweck ist die Förderung des unabhängigen Journalismus vor allem im Lokalen und in der Wissenschaftsberichterstattung. Die Stiftung hat ihren Sitz im historischen Anzeiger Hochhaus in der hannoverschen Innenstadt. Hier liegen die Wurzeln der MADSACK Mediengruppe, zu deren zentralen Gesellschaftern Sylvia Madsack gehört. Den Vorstand der Stiftung bilden Sylvia Madsack (Vorsitz), Takis Würger, Thomas Düffert und Valentin Seidenfus. www.madsack-stiftung.org
Quelle: Pressemitteilung MADSACK STIFTUNG

