Paul-Josef Raue, ehemaliger Chefredakteur der „Braunschweiger Zeitung“ verstorben

Paul-Josef Raue, ehemalige Chefredakteur der „Braunschweiger Zeitung“, starb am 11. März 2019 im Alter von 68 Jahren.

Paul-Josef Raue wurde am 13. Juni 1950 in Castrop-Rauxel geboren. Er war Korrespondent und später Chefredakteur der „Oberhessische Presse“ in Marburg und von 1996 bis 1997 Chefredakteur der „Frankfurter Neue Presse“. 1999 gründete er gemeinsam mit anderen Journalisten das Wirtschaftsmagazin Econy, das später als Wirtschaftszeitschrift „Brand eins“ fortgesetzt wurde. Bevor er 2001 den Chefredakteursposten der „Braunschweiger Zeitung“ übernahm, war er von 1999 bis 2001 Chefredakteur der „Magdeburger Volksstimme“. Im Dezember 2009 wechselte Paul-Josef Raue als Chefredakteur zur „Thüringer Allgemeine“ in Erfurt. Dort blieb er bis zu seiner Verabschiedung in den Ruhestand im Herbst 2015.

Paul-Josef Raue war Absolvent des ersten Jahrgangs der Hamburger Journalistenschule und verfasste gemeinsam mit deren langjährigem Leiter Wolf Schneider „Das neue Handbuch des Journalismus“, ein Standardwerk für Journalisten. Außerdem ist er Autor und Co-Autor weiterer Sachbücher, unter anderem zur deutsch-deutschen Geschichte. Nach seiner Verabschiedung in den Ruhestand war er als Lehrbeauftragter und Berater tätig und schrieb eine Kolumne für einen Branchendienst.

Viele Auszeichnungen, u.a. den Deutschen Lokaljournalistenpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung, erhielten er und seine Redaktionen für Beiträge, aber auch für die konzeptionelle Entwicklung von Serien. So vereinten seine vielfach ausgezeichneten Serien umfassende Information und anregende Aufbereitung mit einer Gestaltung, die nicht effektheischend, aber in hohem Maße effektstiftend war. Er war sich der Möglichkeiten der Presse, etwas zu bewirken, bewusst. Am Herzen lag ihm auch der „Gemeinsam-Preis“, der von ihm mit ins Leben gerufen wurde und mit dem die „Braunschweiger Zeitung“ jedes Jahr Ehrenamtliche für ihr Engagement auszeichnet.