Festakt mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zum Jubiläum der MADSACK Mediengruppe

Rund 1.000 Gäste, darunter zahlreiche Prominente aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Sport und der Medienszene, hatten sich zum Festakt in der Oper  in Hannover zum Festakt anlässlich des Jubiläums 125 Jahre MADSACK Mediengruppe zusammen gefunden. Tanzchoreografien illustrierten die lange Geschichte des hannoverschen Traditionsunternehmens. „Es ging und es geht bei Madsack am Ende immer um die Freiheit - um journalistische und unternehmerische Freiheit“, sagte Thomas Düffert. Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Madsack Mediengruppe zitierte das Credo des aus Ostpreußen stammenden Firmengründers August Madsack: „Zeitung machen kann man nur mit dem Herzen“. Das gelte noch immer. „Eine Gesellschaft ohne freien und unabhängigen Journalismus wird am Ende nicht demokratisch sein“, sagte Düffert. „Wir stellen uns dieser Verantwortung.“

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier würdigte in einer bemerkenswerten Rede nicht nur die lange Geschichte des Unternehmens – er brach auch eine Lanze für den Qualitätsjournalismus. „Eine Zeitung soll das Gespräch einer Gesellschaft mit sich selbst ermöglichen“, sagte er. Wenn Zeitungen pauschal als „Lügenpresse“ verunglimpft werden, dürfe das Demokraten nicht gleichgültig sein, erklärte Steinmeier – und lobte den Einsatz seriöser Medien: „Sie alle, die diese Tugenden des Journalismus in die Tat umsetzen, sind unverzichtbar für die Demokratie“, bekannte er: „Ich will diese Gelegenheit nutzen, um mich ausdrücklich für Ihre Arbeit zu bedanken.“

Ministerpräsident Stephan Weil erinnerte sich daran, wie er als Erstklässler teils mit Madsack-Zeitungen lesen gelernt hatte. Und Karl Baedeker, der Aufsichtsratsvorsitzende der Madsack Mediengruppe, skizzierte, welche Herausforderungen auf den Journalismus der Zukunft zukommen: „Er muss eine Form finden, die den Lesegewohnheiten der digitalen Menschen entspricht, ohne seine erforderlichen Qualitäten zu verlieren.“

Den Abschluss bildete Marius Müller-Westernhagen, der seine Hymne „Freiheit“ vortrug. Ein Lied wie ein Bekenntnis, dass perfekt zum roten Faden des gesamten Festaktes passte, in dem immer wieder die Frage im Mittelpunkt stand, welchen Werten Medien verpflichtet sein müssen.

Quelle: haz.de