Dokumentarfilm „Die letzten Reporter“ – Kinostart 24. Juni 2021

Der Dokumentarfilm „Die letzten Reporter“ stellt die These auf, dass Lokaljournalisten vom Aussterben bedroht seien, wenn sie sich nicht ständig neu erfinden und auf die Herausforderungen des Online-Journalismus reagieren. Denn Menschen, die sich ihre Informationen, auch die lokalen, ausschließlich aus der Lokalzeitung holen, gibt es längst nicht mehr so viele wie noch früher, vor dem digitalen Zeitalter. Der Film zeigt am Beispiel von drei Lokaljournalisten (ein Sportberichterstatter, ein Gesellschaftsjournalist und eine Nachwuchs-Reporterin) auf, dass ihnen die Nähe zur eigenen Stadt und den Lesern wichtig ist, wie sie den digitalen Wandel für sich umsetzen und wie sie ihre Gefühle und Eindrücke zu Berichten verarbeiten.

Die Lokaljournalisten, die in dem Film zu Wort kommen, sind:

  • Thomas Willmann, der seit einem Vierteljahrhundert als Sportreporter für die „Schweriner Volkszeitung“ schreibt und jetzt auch online berichtet sowie „Videos und Posts von unterwegs absetzt“.
  • Die 25-jährige Anna Petersen von der „Landeszeitung für die Lüneburger Heide“, die aktuell mit dem Theodor-Wolff-Preis ausgezeichnet wurde (VNZV-Rundschreiben RS 052-2021 vom 11. Juni 2021) glaubt fest an die Lokalzeitung, weil sie näher am Leser dran ist, als jedes andere Medium. Auch in Zukunft, und sei es online.
  • Werner Hülsmann von den „Osnabrücker Nachrichten“, einem Anzeigenblatt. Seit 30 Jahren schreibt er „Werners Cocktail“, eine wöchentliche Kolumne, wer was mit wem wo gemacht hat. Der studierte Geisteswissenschaftler hat sich eine Nische gesucht, er berichtet aus dem „gelben Bereich“ über leichte Themen, verschwurbelt, voller Ironie. Er ist eine Marke, die aus der Mode kommt. Werner Hülsmann ist der letzte Kulturredakteur der „Osnabrücker Nachrichten“.

Der Film hat es in die Vorauswahl zum deutschen Filmpreis geschafft.

Quelle: www.der-letzte-reporter.de