Ausnahmeregelung zu Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen per Telefon verlängert!

Der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) und die Kassenärztliche Vereinigung (KBV) hatten sich vergangene Woche darauf geeinigt, dass die Ende März beschlossene, befristete Sonderregelung zum Nachweis der Arbeitsunfähigkeit mit Wirkung zum 20. April 2020 ausläuft. Wir hatten darüber im VNZV-Rundschreiben RS 029-2020 vom 17.04.2020 berichtet. Sonderregelung, nach der Ärzte bei Versicherten mit Erkrankungen der oberen Atemwege, die keine schwere Symptomatik vorweisen, auch nach telefonischer Anamnese eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung für bis zu 14 Tage ausstellen und dem Patienten per Post übermitteln durften, wurde nun in einem erneuten Beschluss der GBA vom 21. April 2020 bis zunächst 4. Mai 2020 teilweise verlängert. Allerdings soll nunmehr eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung aufgrund einer telefonischen Anamnese danach beschränkt für die Dauer von einer Woche ausgestellt werden. Nur bei fortdauernder Erkrankung soll eine einmalige Verlängerung möglich sein. Der GBA kündigt ferner an, in angemessener Zeit vor dem 4. Mai über das weitere Verfahren zu entscheiden. Zum Zeitpunkt der Abfassung dieses Rundschreibens ist dieser aktuelle Beschluss noch nicht in Kraft. Es fehlt noch die Zustimmung des Bundesgesundheitsministeriums. Nach In-Kraft-Treten gilt der Beschluss rückwirkend vom 20. April 2020.