Literatur-Tipp: Jens Flemming: „Die Madsacks und der ,Hannoversche Anzeiger‘ – Eine bürgerliche Großstadtzeitung zwischen Kaiserreich und Nationalsozialismus 1893 – 1945“

Angeregt durch Sylvia Madsack hat der renommierte Historiker Jens Flemming die Geschichte der Verlegerfamilie Madsack und des „Hannoverscher Anzeiger“ aufgearbeitet. Das Ergebnis liegt nun in dem 573 Seiten starken Buch „Die Madsacks und der ‚Hannoversche Anzeiger‘“ vor. Mehrere Jahre hat der Autor, der an der Universität Kassel Professor für Geschichte war, dafür recherchiert. Flemming beschreibt den Aufstieg Madsacks zu einem der führenden deutschen Zeitungsverlage und ordnet die Entwicklung des Unternehmens in die Epochen von Kaiserreich, Weimarer Republik und NS-Zeit ein. Er berücksichtigt in seiner Darstellung neben der Technik- und Wirtschaftsgeschichte vor allem die politischen Brüche und die höchst persönlichen Geschicke der Verlegerfamilie über Generationen hinweg. Jens Flemming hat insbesondere auch hinsichtlich der NS-Zeit keine unkritische Darstellung verfasst, sondern stellt differenziert aber mit klarem Urteil die Rolle des „Anzeigers“ in eben dieser Epoche dar.

Jens Flemming: „Die Madsacks und der ,Hannoversche Anzeiger‘ – Eine bürgerliche Großstadtzeitung zwischen Kaiserreich und Nationalsozialismus 1893 – 1945“. Wallstein Verlag. 573 Seiten, 24,90 Euro.

Quelle: „Hannoversche Allgemeine Zeitung“